Kurz gesagt: Carbonat, Pidolat, Lactat und Gluconat sind gängige Magnesiumformen, die in der EU für Nahrungsergänzungsmittel zugelassen sind. Lactat und Aspartat wurden in Studien am Menschen deutlich besser aufgenommen als Magnesiumoxid. Carbonat liefert viel Magnesium pro Gramm und löst sich in der Magensäure. Orotat und Aspartat findest du vor allem in Arzneimitteln aus der Apotheke.
Das Wichtigste in Kürze
- Vier Formen stehen auf der EU-Liste: Carbonat, Pidolat, Lactat und Gluconat dürfen Nahrungsergänzungsmitteln zugesetzt werden.
- Gute Aufnahme belegt: In einer US-Studie wurden Lactat und Aspartat gleich gut und deutlich besser aufgenommen als Oxid.
- Viel oder wenig Pulver: Carbonat enthält rund 25 bis 29 % Magnesium, Gluconat nur gut 5 %. Für 250 mg Magnesium brauchst du also 0,9 g oder 4,6 g.
- Orotat: Die EU-Lebensmittelbehörde EFSA konnte die Sicherheit als Nahrungsergänzung nicht bestätigen, wegen der Orotsäure.
- Aspartat: Wird gut aufgenommen und steckt vor allem in Apothekenpräparaten. Zur Schilddrüsentablette brauchst du Abstand.
Inhalt
- Welche Magnesiumformen gibt es außer Citrat und Glycinat?
- Die sechs Formen im Vergleich
- Magnesiumcarbonat: Wofür ist es gut?
- Magnesiumorotat: Was sagt die EFSA?
- Magnesiumpidolat: Wofür ist es gut?
- Magnesiumlactat: Wie gut wird es aufgenommen?
- Magnesiumaspartat: Worum geht die Diskussion?
- Magnesiumgluconat: Viel Pulver, gute Werte im Tierversuch
- Welche dieser Formen passt zu dir?
- Häufige Fragen
- Grenzen der Forschung und alle Quellen

Welche Magnesiumformen gibt es außer Citrat und Glycinat?
Neben den bekannten Formen gibt es eine zweite Reihe, die dir auf Packungen, in Brausetabletten und auf Beipackzetteln begegnet: Carbonat, Orotat, Pidolat, Lactat, Aspartat und Gluconat. Alle liefern dasselbe Magnesium. Sie unterscheiden sich darin, woran es gebunden ist, wie viel Magnesium pro Gramm drinsteckt und wie gut sie sich lösen.
Dieser Artikel stellt diese sechs Formen einzeln vor. Wenn du erst einmal wissen willst, welche Form insgesamt die beste Wahl ist, lies unseren Überblick Welches Magnesium ist das beste? Zu den häufigsten Formen haben wir eigene Artikel: Magnesiumcitrat, Magnesiumglycinat, Magnesium-L-Threonat und Magnesiummalat.
Das zeigen Studien: Eine systematische Übersicht über 14 Vergleichsstudien fand, dass organische Formen im Mittel besser aufgenommen werden als anorganische. Alle Formen konnten bei gesunden Menschen den normalen Magnesiumspiegel halten.1 Eine Übersichtsarbeit betont, dass die Menge pro Portion und die eigene Versorgung oft mehr ausmachen als das Salz.2
Die sechs Formen im Vergleich
Die Tabelle zeigt die sechs Formen auf einen Blick. Den Magnesium-Anteil haben wir aus den Molmassen berechnet.3 Die Löslichkeit stammt aus dem Europäischen Arzneibuch und der EFSA-Bewertung.4, 6
| Form | Magnesium-Anteil (unsere Berechnung) | Pulver für 250 mg Magnesium | Löslichkeit in Wasser | Aufnahme laut Studien | EU-Liste für Nahrungsergänzung5 | Typische Verwendung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Magnesiumcarbonat (anorganisch) | 28,8 % (rein); handelsüblich 24–27 % | 0,9–1,0 g | praktisch unlöslich, löst sich in Säure | in einer Studie mit Brausetabletten kein Anstieg im Blut9 | ja | Brausetabletten, Mittel gegen Sodbrennen |
| Magnesiumorotat (organisch) | 6,6 % (Dihydrat) | 3,8 g | schwer löslich | keine Vergleichsstudien am Menschen | nein | Arzneimittel |
| Magnesiumpidolat (organisch) | 8,7 % | 2,9 g | sehr gut löslich | über Monate mehr Magnesium in Urin bzw. Blut14, 15 | ja | Trinkampullen |
| Magnesiumlactat (organisch) | 10,2 % (Dihydrat) | 2,5 g | schwer löslich | so gut wie Chlorid und Aspartat, besser als Oxid7 | ja | Tabletten, auch mit verzögerter Freisetzung |
| Magnesiumaspartat (organisch) | 7,5 % (Dihydrat) | 3,3 g | leicht löslich | so gut wie Lactat, besser als Oxid7, 20 | nein | Arzneimittel aus der Apotheke |
| Magnesiumgluconat (organisch) | 5,4 % (Dihydrat) | 4,6 g | leicht löslich | bei Ratten am besten von zehn Formen8 | ja | Tabletten, Pulver |
So rechnen wir: Magnesium wiegt 24,3 Einheiten. Die ganze Verbindung wiegt zum Beispiel bei Pidolat 280,5 und bei Gluconat mit gebundenem Wasser 450,6 Einheiten.3 Also: 24,3 ÷ 280,5 = 8,7 % und 24,3 ÷ 450,6 = 5,4 %. Für 250 mg Magnesium teilst du 250 durch den Anteil: 250 ÷ 0,087 ≈ 2,9 g Pidolat.
Viele dieser Salze enthalten gebundenes Wasser, dann sinkt der Anteil. Wir geben die Form an, die im Arzneibuch beschrieben ist. Handelsübliches Carbonat ist ein wasserhaltiges, „basisches“ Carbonat mit 40 bis 45 % Magnesiumoxid. Das entspricht 24 bis 27 % Magnesium.4
Magnesiumcarbonat: Wofür ist es gut?
Magnesiumcarbonat ist eine sparsame Form: Es enthält viel Magnesium pro Gramm, deshalb reicht eine kleine Menge Pulver für eine Tagesportion. Du findest es oft in Brausetabletten. Als weißes „Magnesia“ kennst du es vielleicht vom Turnen oder Klettern.
Carbonat löst sich in Wasser kaum, aber gut in Säure.4 Im Magen reagiert es mit der Magensäure. Dabei entsteht gelöstes Magnesium, Wasser und etwas Kohlendioxid. Genau diese Reaktion nutzen Mittel gegen Sodbrennen, die Magnesiumcarbonat enthalten: Sie binden Magensäure.11 Am besten nimmst du Carbonat deshalb zu einer Mahlzeit, wenn der Magen ohnehin Säure bildet. Wie Magensäure und Magenschutz-Tabletten die Aufnahme beeinflussen, steht in Wie wird Magnesium vom Körper aufgenommen?
Das zeigen Studien: In einem Tierversuch mit zehn Magnesiumformen wurden alle zwischen 50 und 67 % aufgenommen, organische Formen leicht besser als anorganische wie Carbonat.8 In einem Laborversuch mit Darmzellen ging aus Carbonat, Pidolat und Oxid sogar mehr Magnesium durch die Zellschicht als aus Citrat, Chlorid und Sulfat.10
Magnesiumorotat: Was sagt die EFSA?
Magnesiumorotat ist Magnesium, gebunden an Orotsäure. Orotsäure ist eine Vorstufe beim Aufbau der Erbsubstanz und kommt natürlich vor, vor allem in Milch: Kuhmilch enthält 20 bis 100 mg pro Liter.6 Orotat hat einen niedrigen Magnesium-Anteil von rund 6,6 % und löst sich schwer in Wasser.6
Wer nach Magnesiumorotat sucht, stößt meist auf Arzneimittel. Auch die Studien wurden damit gemacht. Als Zutat für Nahrungsergänzungsmittel ist Magnesiumorotat in der EU nicht zugelassen.5, 6
Das zeigen Studien: Forschende untersuchten 79 Menschen mit schwerer Herzschwäche, die zusätzlich zu ihren Medikamenten ein Jahr lang Magnesiumorotat oder ein Scheinpräparat bekamen. Nach einem Jahr lebten in der Orotat-Gruppe 75,7 %, in der Placebo-Gruppe 51,6 %.12 Die Dosis war hoch: 6.000 mg im ersten Monat, danach 3.000 mg am Tag. In einer kleinen Studie mit 20 Männern veränderten 3.000 mg Orotat am Tag die Spermienqualität nicht.13
Wichtig: Die EFSA hat Magnesiumorotat zweimal geprüft, 2009 und 2025. Grund für ihre Bedenken ist die Orotsäure: In Tierversuchen förderte sie das Wachstum von Lebertumoren, die durch andere Stoffe ausgelöst worden waren. 2009 hielt die EFSA die geplanten Mengen für bedenklich. 2025 konnte sie die Sicherheit von Magnesiumorotat als neuartiges Lebensmittel nicht bestätigen.6 Zur Einordnung: 250 mg Magnesium als Orotat bringen rund 3,2 g Orotsäure mit (unsere Berechnung aus den Molmassen). Wenn dir Magnesiumorotat ärztlich verordnet wurde, nimm es wie besprochen. Für die tägliche Nahrungsergänzung greifst du besser zu einer Form von der EU-Liste.
Magnesiumpidolat: Wofür ist es gut?
Magnesiumpidolat ist eine sehr gut lösliche Form, die sich für Trinkampullen und Getränke eignet.4 Gebunden ist das Magnesium an Pidolsäure, auch Pyroglutaminsäure genannt. Das ist eine ringförmige Abwandlung der Aminosäure Glutaminsäure. Pidolat enthält 8,7 % Magnesium und steht auf der EU-Liste für Nahrungsergänzungsmittel.4, 5 Besonders verbreitet ist es in Italien: Dort wird danach sehr viel häufiger gesucht als in Deutschland (unsere Keyword-Daten).
Das zeigen Studien: In einer sechsmonatigen Studie mit 14 Menschen mit Bluthochdruck stieg mit 365 mg Magnesium als Pidolat am Tag die Magnesiummenge im Urin von 5,3 auf 7,7 mmol pro Tag. Das zeigt, dass mehr Magnesium aufgenommen wurde.14 Bei Nierentransplantierten mit niedrigem Magnesiumspiegel hob Pidolat den Blutwert nach sechs Monaten an.15 Eine Übersichtsarbeit sieht Hinweise auf eine gute Aufnahme in die Zellen; sie wurde vom Hersteller eines Pidolat-Präparats finanziert.16
Magnesiumlactat: Wie gut wird es aufgenommen?
Gut: In einer Vergleichsstudie lag Lactat gleichauf mit Chlorid und Aspartat und klar vor Oxid.7 Lactat ist das Magnesiumsalz der Milchsäure, die auch in Joghurt und Sauerkraut entsteht. Es enthält als Dihydrat 10,2 % Magnesium und steht auf der EU-Liste.3, 5 Es löst sich schlecht in Wasser.4 Es gibt Lactat auch als Tablette, die das Magnesium langsam freisetzt.19
Das zeigen Studien: In der US-Studie wurden Lactat, Chlorid und Aspartat gleich gut aufgenommen; aus Oxid kamen nur rund 4 % an.7 In einer Studie mit 30 jungen Männern stieg nach einem Monat mit 292 mg Magnesium als Lactat am Tag die Magnesiummenge im Urin.18 Eine Lactat-Tablette mit langsamer Freisetzung wurde im Vergleich zu Magnesium über die Vene zu rund 38 % aufgenommen, gemessen über den Urin.19
Magnesiumaspartat: Worum geht die Diskussion?
Magnesiumaspartat wird gut aufgenommen: In Studien kam daraus mehr Magnesium im Körper an als aus Oxid.7, 20 Gebunden ist das Magnesium an Asparaginsäure, eine Aminosäure, die in jedem Eiweiß steckt und die dein Körper auch selbst herstellt.21 Aspartat steht nicht auf der EU-Liste für Nahrungsergänzungsmittel.5 Du findest es deshalb vor allem in Präparaten aus der Apotheke, die als Arzneimittel verkauft werden.
Diskutiert wird Aspartat aus einem Grund: Asparaginsäure dient im Gehirn auch als anregender Botenstoff. Daraus wird im Netz manchmal abgeleitet, Aspartat sei abends ungünstig oder belaste die Nerven. Studien, die das für Magnesiumaspartat zeigen, haben wir nicht gefunden. Eine Übersichtsarbeit beschreibt Asparaginsäure als normalen Baustein des Stoffwechsels und hält fest, dass die Folgen sehr hoher Zufuhren noch erforscht werden müssen.21 Zur Einordnung: 250 mg Magnesium als Aspartat liefern rund 2,7 g Asparaginsäure (unsere Berechnung).
Das zeigen Studien: In einer deutschen Studie mit Gesunden schieden die Teilnehmenden mit Aspartat mehr Magnesium über den Urin aus als mit Oxid, ein Zeichen für die bessere Aufnahme.20 In einer Studie mit 15 Gesunden senkte Magnesiumaspartat die Aufnahme von Schilddrüsenhormon um 12 %, Citrat um 7 %.22
Magnesiumgluconat: Viel Pulver, gute Werte im Tierversuch
Gluconat löst sich leicht in Wasser und eignet sich deshalb gut für Pulver zum Auflösen.4 Es ist das Magnesiumsalz der Gluconsäure, die aus Traubenzucker entsteht, und steht auf der EU-Liste.5 Der Haken ist der niedrige Anteil: Mit 5,4 % Magnesium brauchst du für 250 mg rund 4,6 g Pulver, also mehrere große Tabletten.
Das zeigen Studien: In einem Tierversuch mit zehn Magnesiumformen wurde Gluconat am besten aufgenommen. Organische Formen wie Gluconat, Lactat und Aspartat blieben dabei auch länger im Körper als anorganische.8 Vergleichsstudien am Menschen haben wir für Gluconat nicht gefunden.

Welche dieser Formen passt zu dir?
Für eine Nahrungsergänzung sind Lactat, Pidolat, Carbonat und Gluconat solide Wahlen, weil sie auf der EU-Liste stehen und zu den Formen gehören, die der Körper gut verwerten kann. Die Tabelle hilft bei der Wahl nach deiner Situation.
| Wenn du … | naheliegende Wahl | warum |
|---|---|---|
| wenige Tabletten schlucken willst | Carbonat | viel Magnesium pro Gramm3, 4 |
| Magnesium lieber trinkst | Pidolat oder Gluconat | lösen sich sehr gut in Wasser4 |
| eine Form mit Vergleichsdaten am Menschen suchst | Lactat | so gut aufgenommen wie Chlorid, besser als Oxid7 |
| Magenschutz-Tabletten nimmst | Lactat, Pidolat oder Gluconat | Carbonat braucht Magensäure zum Lösen4, 11 |
| ein Präparat vom Arzt bekommen hast | das verordnete | Orotat und Aspartat sind vor allem als Arzneimittel im Handel |
Alle Formen liefern dasselbe Magnesium. Die amtlich bestätigten Wirkungen gelten deshalb für jede von ihnen:
- Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
- Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei.
- Magnesium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
- Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
- Magnesium trägt zum Elektrolytgleichgewicht bei.
Was Magnesium im Körper alles tut, steht in unserem Artikel Magnesium: Wirkung im Körper.
Unsere Einordnung: Unter den sechs Formen ist Lactat am Menschen am besten untersucht und eine gute Wahl, wenn du mit Tabletten gut zurechtkommst. Pidolat und Gluconat sind praktisch, wenn du Magnesium lieber trinkst. Carbonat ist die sparsamste Form und passt gut zu einer Mahlzeit. Bei allen gilt: Nimm deine Tagesmenge regelmäßig und teile größere Mengen auf zwei Mahlzeiten auf, denn kleine Portionen werden anteilig besser aufgenommen.25 Welche dieser Formen auf Dauer vorn liegt, müssen direkte Vergleichsstudien am Menschen noch zeigen.
Wichtig: Aus Nahrungsergänzung sollten Erwachsene nicht mehr als 250 mg Magnesium am Tag nehmen, wenn der Arzt nichts anderes sagt.23 Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann sich Magnesium im Körper anreichern, egal in welcher Form.24 Sprich dann vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Zu Schilddrüsenhormon22, bestimmten Antibiotika und Osteoporose-Mitteln brauchst du einige Stunden Abstand. Details stehen in Wann sollte man Magnesium einnehmen?
Häufige Fragen
Wofür ist Magnesiumcarbonat gut? Für eine sparsame Magnesiumversorgung mit wenig Pulver, oft als Brausetablette. Magnesium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei. Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Weil Carbonat Magensäure bindet, steckt es in höherer Menge auch in Mitteln gegen Sodbrennen.11
Hilft Magnesiumcarbonat gegen Verstopfung? Magnesium, das im Darm nicht aufgenommen wird, bindet Wasser. In größeren Mengen macht deshalb jede Magnesiumform den Stuhl weicher; in einer Studie war der Stuhlgang mit Oxid und Aspartat bei sehr hohen Mengen um das 1,8- bis 3,2-Fache häufiger.20 Hält eine Verstopfung an, lass sie ärztlich abklären. Mehr dazu steht in Zu viel Magnesium.
Ist Magnesiumcarbonat schädlich? In den üblichen Mengen nicht. Es steht auf der EU-Liste der Magnesiumverbindungen für Nahrungsergänzungsmittel.5 Wie bei jeder Form gilt die Obergrenze von 250 mg Magnesium am Tag aus Nahrungsergänzung.23 Bei Nierenerkrankungen nur nach ärztlicher Rücksprache.24
Wofür ist Magnesiumorotat gut? Orotat liefert Magnesium, gebunden an Orotsäure. Studien gibt es vor allem mit Arzneimitteln, etwa bei Menschen mit schwerer Herzschwäche.12 Als Nahrungsergänzung hat die EFSA die Sicherheit nicht bestätigt.6 Für die tägliche Versorgung bist du mit einer Form von der EU-Liste besser beraten.
Was ist Magnesiumorotat-Dihydrat? Die übliche Handelsform: Magnesiumorotat mit zwei gebundenen Wassermolekülen. Sie enthält rund 6,5 % Magnesium.6 1.000 mg davon liefern also etwa 65 mg Magnesium.
Macht Magnesiumpidolat oder Magnesiumcarbonat schlank? Studien, die eine dieser Formen zum Abnehmen untersuchen, haben wir nicht gefunden. Magnesium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Das gilt für jede Form.
Grenzen der Forschung und alle Quellen
Für die sechs Formen dieses Artikels gibt es nur wenige Vergleichsstudien am Menschen. Die meisten sind klein, dauern Tage bis Wochen und messen Magnesium im Blut oder Urin, nicht die Versorgung über Monate. Für Gluconat stammen die Vergleichsdaten aus einem Tierversuch, für Carbonat und Pidolat zum Teil aus Laborversuchen mit Darmzellen.8, 10 Laborbefunde widersprechen sich: In einem Zellversuch schnitten Carbonat und Pidolat gut ab, in einem anderen nahmen Knochenzellen aus Pidolat weniger Magnesium auf als aus anderen Salzen.10, 17
Am Menschen gibt es auch Gegenbefunde. Bei 61 jungen Frauen stieg der Magnesiumwert im Blut nach zehn Tagen mit Carbonat-Brausetabletten nicht an, mit Oxid dagegen schon.9 Bei Nierentransplantierten hob Pidolat den Blutwert nach 15 Tagen noch nicht messbar an; eine neuere Konkurrenzform wirkte schneller.15 In der Pidolat-Studie mit Bluthochdruck sank der Blutdruck nicht stärker als mit Placebo.14 Die Studie zur Lactat-Tablette stammt vom Hersteller.19 Die Herzstudie mit Orotat war klein, lief an einem einzigen Zentrum und wurde nicht wiederholt.12 Studien zur Wirkung von Aspartat auf Schlaf oder Nerven haben wir weder positiv noch negativ gefunden.
Alle 25 Quellen anzeigen
| # | Studie | Wer untersucht | Ergebnis | Aussagekraft |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Pardo et al. 2021, Nutrition | 14 Vergleichsstudien | organische Formen besser als anorganische, Anteil sinkt mit der Menge; alle Formen halten bei Gesunden den Spiegel | systematischer Review |
| 2 | Schuchardt & Hahn 2017, Curr Nutr Food Sci | Übersicht zur Aufnahme | Salzform weniger wichtig als gedacht; Menge und Versorgungslage entscheidender | Übersichtsarbeit |
| 3 | PubChem: Carbonat 11029, Orotat-Dihydrat 90479692, Pidolat 18601084, Lactat-Dihydrat 71587589, Aspartat-Dihydrat 76968352, Gluconat-Dihydrat 71587201, Orotsäure 967 | Stoffdatenbank | Molmassen als Grundlage unserer Anteilsberechnung | Referenzdaten |
| 4 | Europäisches Arzneibuch 7.0, Monografien Magnesiumcarbonat, Magnesiumlactat-Dihydrat, Magnesiumpidolat, Magnesiumaspartat-Dihydrat, Magnesiumgluconat | Arzneibuch | Löslichkeit; Carbonat 40–45 % als MgO, praktisch unlöslich, löst sich in Säure; Pidolat 8,49–8,84 % Mg | Referenzdaten |
| 5 | Richtlinie 2002/46/EG, Anhang II (geändert durch VO 1170/2009) | EU-Recht | Liste zugelassener Magnesiumverbindungen: u. a. Carbonat, Gluconat, Lactat, L-Pidolat; nicht: Orotat, Aspartat | Rechtsgrundlage |
| 6 | EFSA NDA Panel 2025, EFSA Journal | Bewertung Magnesiumorotat-Dihydrat | Sicherheit nicht bestätigt; 2009: NOAEL Orotsäure 50 mg/kg, Abstand zu den geplanten Mengen unzureichend; rund 6,5 % Mg; Kuhmilch 20–100 mg Orotsäure/l | offizielle Bewertung |
| 7 | Firoz & Graber 2001, Magnes Res | Gesunde, rund 250 mg Mg/Tag, 4 Präparate | Oxid rund 4 % Aufnahme; Chlorid, Lactat, Aspartat gleich gut und besser | kleine Studie |
| 8 | Coudray et al. 2005, Magnes Res | 80 Ratten, 10 Formen | Aufnahme 50–67 %; Gluconat am höchsten; organische Salze bleiben länger im Körper | Tierversuch |
| 9 | Ivanovic et al. 2022, BioMetals | 61 junge Frauen, 10 Tage | Oxid am besten; Carbonat-Brausetabletten ohne Anstieg | kleine Studie |
| 10 | Kyselovič et al. 2021, Physiol Res | Darmzellen im Labor, 7 Salze | Carbonat, Pidolat, Oxid gingen besser durch als Citrat, Chlorid, Sulfat | Zellversuch |
| 11 | Maton & Burton 1999, Drugs | Übersicht zu Antazida | Carbonate und Magnesiumsalze neutralisieren Magensäure | Übersichtsarbeit |
| 12 | Stepura & Martynow 2009, Int J Cardiol | 79 Menschen mit schwerer Herzschwäche, Orotat 6.000/3.000 mg, 1 Jahr | Überleben 75,7 % vs. 51,6 % mit Placebo | kleine kontrollierte Studie, ein Zentrum, Finanzierung nicht angegeben |
| 13 | Závaczki et al. 2003, Magnes Res | 20 Männer, 3.000 mg Orotat, 90 Tage | keine Veränderung der Spermienqualität | kleine kontrollierte Pilotstudie |
| 14 | Ferrara et al. 2008, Cardiology | 14 Menschen mit Bluthochdruck, 15 mmol Pidolat, 6 Monate | Urin-Magnesium 5,3 → 7,7 mmol/Tag; Blutdruck wie Placebo | kleine kontrollierte Studie |
| 15 | Stefanelli et al. 2023, J Clin Med | 43 Nierentransplantierte, 370 mg Mg/Tag | Pidolat: nach 15 Tagen kein messbarer Anstieg, nach 6 Monaten Anstieg; Konkurrenzform schneller | Vergleichsstudie ohne Zufallszuteilung, ohne Fremdfinanzierung |
| 16 | Maier et al. 2020, Nutrients | Übersicht Kopfschmerz und Magnesium | Pidolat möglicherweise gut aufgenommen und zellgängig | Übersichtsarbeit, finanziert von Sanofi (Hersteller eines Pidolat-Präparats) |
| 17 | Farruggia et al. 2014, Magnes Res | menschliche Zelllinien, 3 Salze | Pidolat in knochenähnlichen Zellen weniger verfügbar | Zellversuch |
| 18 | Wary et al. 1999, Br J Clin Pharmacol | 30 junge Männer, 12 mmol Lactat, 1 Monat | Urin-Magnesium gestiegen, sonst keine Veränderung | kontrollierte Studie |
| 19 | Dogterom et al. 2018, Drug Dev Ind Pharm | Gesunde, Lactat-Retardtablette vs. Infusion | Aufnahme rund 20 % (Blut) bzw. 38 % (Urin) nüchtern | kleine Studie, Autoren beim Hersteller |
| 20 | Mühlbauer et al. 1991, Eur J Clin Pharmacol | 24 Gesunde, Aspartat- vs. Oxid-Präparate | mehr Urin-Magnesium mit Aspartat; Stuhlgang bei hohen Mengen 1,8- bis 3,2-fach häufiger | kleine Studie mit Handelspräparaten |
| 21 | Holeček 2023, Nutrients | Übersicht Asparaginsäure | Eiweißbaustein, Stoffwechsel, Botenstoff; Folgen hoher Zufuhr noch offen | Übersichtsarbeit |
| 22 | Attinger et al. 2025, Clin Transl Sci | 15 Gesunde | Aspartat senkte Aufnahme von Levothyroxin um 12 %, Citrat um 7 % (nicht signifikant) | kontrollierte Studie |
| 23 | EFSA / SCF 2001 | Behördengutachten | Obergrenze 250 mg/Tag aus Nahrungsergänzung | offizielle Bewertung |
| 24 | Rosner et al. 2023, Mayo Clin Proc | Übersichtsarbeit | Anreicherung bei eingeschränkter Nierenfunktion | Review |
| 25 | Fine et al. 1991, J Clin Invest | Gesunde, steigende Mengen zu einer Mahlzeit | aufgenommener Anteil fällt von 65 % auf 11 % | kontrollierte Messstudie |
Autor: Redaktion PRONESIUM · Zuletzt geprüft am 01.10.2026 · Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung.





